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cyberpeaceEngagierte Verfechter und Verfechterinnen Freier Software haben ein ähnliches Problem wie diverse Musiker_innen und ihre Bands, deren Musik gezielt zur Aufpeitschung der Mordlust von Soldaten und zur Folter von Gefangenen eingesetzt wurde und wohl immer noch wird oder auch zur Steuerung von Waffen. Sie müssen und sollten sich eingestehen: Mit freier Software lässt sich vorzüglich auch vieles von dem machen, was Kapitalismus und Imperialismus so unschön macht: Finanztransaktionen blitzschnell verbuchen, Drohnen selbstständig fliegen lassen und das Internet komplett überwachen usw.. Auf letzteren Punkt hebt Fefe ab, wenn er die Technik hinter dem NSA-Schnüffelprogramm XKeyScore analysiert, dabei feststellt, dass sie aus einem Bündel für jedermann frei zugänglicher Freier Software besteht und so zu dem Schluss kommt: „Vielleicht hört mir jetzt endlich jemand zu, wenn ich sage, dass wir bei Lizenzen für freie Software eine Klausel gegen Militär und Geheimdienste brauchen?“ Leider nimmt der bisher weitestgehende Versuch, „Cyberpeace“ in programmatische Forderungen zu packen, diesen Gedanken noch nicht auf. Und wenn wir gerade dabei sind, an der politischen Richtung von Software rumzuschrauben, dann könnten wir sie ja gleich auch noch sozialistisch konfigurieren

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One Response to “Freie Software ist nicht gleich friedliche Software”

  1. Zum selben Thema:

    Mulliner erklärt in seinem Blog, dass er „ziemlich wütend und traurig darüber ist“, dass seine „Open-Source-Tools von Hacking Team genutzt werden, um Produkte zur Überwachung von Aktivisten zu entwickeln“. Er werde mit der Spionage-Software in Verbindung gebracht, da der inzwischen öffentlich einsehbare Quellcode der Programme die Lizenzinformationen aus Mulliners Code enthält – einschließlich seines Namens, seiner Mail-Adresse und die Adresse seiner Website. Seine bisherigen Projekte stehen unter GPL. Für zukünftige sucht er nach einem vergleichbaren Lizenzmodell, welches den Einsatz für Überwachungszwecke jedoch explizit untersagt.“ Quelle: heise.de

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