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„Aaargh! Ich kann nicht mehr steuern!“ Andrew Kudrin, CC-by-2.0

Cory Doctorow ist vielen vor allem als Science Fiction Author bekannt. Er schreibt aber auch eine sehr lesenswerte Kolumne über die digitale Welt im Guardian. Denjenigen, die englischsprachig lesen, möchte ich Doctorows aktuellen Kolumnenartikel empfehlen: „The problem with self-driving cars: who controls the code?“. Er schreibt über Software-Sicherheit und Digital Rights Management bei selbstfahrenden Autos – obwohl das Thema eigentlich sämtliche Internet-der-Dinge-Geräte betrifft. Im Kern geht er der Frage nach: welche Folgen hat das Internet der Dinge, wenn wir als Verbraucher diese Dinge nur noch nutzen, aber nicht mehr verändern dürfen.

Am Ende des Artikels kommt er zu einem interessanten Punkt. Er betrachtet Uber als eine Vorstufe oder eine Entwicklungsphase des autonom fahrenden Autos, in der die jetzigen Fahrer nur ein Platzhalter sind, für die Maschinen, die deren Aufgabe übernehmen werden, wenn die Entwicklung an dem Punkt ist. Dabei meint er nicht, dass sie historisch ersetzt werden, sondern dass sie bewusst als Platzhalter eingeplant sind. Insofern ist ja auch verständlich, warum Unternehmen wir Uber so hoch bewertet werden und von Unternehmen wie Google, die ja die autonomen Autos entwickeln, so stark finanziell unterstützt werden. Es ist aber auch verständlich, warum Uber sich so wenig um den legalen Status seiner Fahrer schert – zum einen ist es ihnen vermutlich wirklich egal, zum anderen aber spielen sie einfach auf Zeit, denn den menschlichen Fahrer gibts in ihrem Konzept eben nur temporär. So jedenfalls der Gedanke von Doctorow, wenn man ihn weiterdenkt.

Uber can even be seen as a dry-run for autonomous, ever-circling, point-to-point fleet vehicles in which humans stand in for the robots to come – just as globalism and competition paved the way for exploitative overseas labour arrangements that in turn led to greater automation and the elimination of workers from many industrial processes.

If Uber is a morally ambiguous proposition now that it’s in the business of exploiting its workforce, that ambiguity will not vanish when the workers go. Your relationship to the car you ride in, but do not own, makes all the problems mentioned even harder. You won’t have the right to change (or even monitor, or certify) the software in an Autonom-uber. It will be designed to let third parties (the fleet’s owner) override it.

Die Tinte ist noch nicht ganz getrocknet, da erscheint schon die erste Nachricht, die dieser Lesart recht gibt: General Motors investiert 500 Miollionen Dollar in die Uber-Konkurrenz Lyft um die Entwicklung des sogenannten autonomen Individualverkehrs voranzubringen. Das sind zwar alles Peanuts im Vergleich zu den Uber-Investitionen, aber zeigt, wie sehr das Thema gerade von verschiedenen Seiten vorangetrieben wird.

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