Feed on
Posts
Comments

Screenshot aus „Are You Lost In The World Like Me?“ von Moby, 2016

Ich schreib ja nicht mehr so viel, u.a. weil in meinem persönlichen Umfeld eh kaum jemand noch echte Texte liest und wenn doch im Falle meiner Texte meist reagiert mit einem mehr oder weniger genervten „ach der schon wieder“. Ja, ich weiß: Für Propheten ist zuhause immer Auswärtsspiel. Daher bin ich froh, wenn ichs nicht selber schreiben muss, sondern echte Autoritäten zitieren kann. Wie zum Beispiel Marlen van den Ecker vom DFG-Sonderforschungsbereich Strukturwandel des Eigentums in Jena. Sie schreibt über KI-Nutzung in der aktuellen Wochenendausgabe des ND:

… man verwendet sie zweitens für Aufgaben, die man als müßig oder sinnlos empfindet, zum Beispiel für schablonenhafte Schreiben oder für die Datenverarbeitung. Das ist aus Bequemlichkeits- und Überlastungsgründen nachvollziehbar. Allerdings sollte uns klar sein, dass die vermeintlichen Zeiteinsparungen letztlich ihr Gegenteil bewirken: Statt die Arbeitszeit und Zeit vor Bildschirmen aller zu minimieren, bietet die Beschleunigung wissensintensiver Tätigkeiten vor allem Einsparungsmöglichkeiten für Unternehmen, indem Personal austauschbarer und billiger wird und sich Aufgaben mittel- und langfristig verdichten lassen. So wird effektiv keine Arbeitszeit minimiert und uns die freie Zeit eben nicht zur eigenen Verfügung zuteil, wie kurzfristig von den Advokaten dieser Technologien erhofft wird. (Quelle: ND 21.8.2026, Seite 5)

Diese Wochenendausgabe hat übrigens den Themenschwerpunkt „Verlieren wir den Verstand? Die Wirkung künstlicher Intelligenz auf unser Denken und Fühlen“.

Außerdem Fundsachen der letzten Wochen und Monate:

Für die Formulierung dieses Blogbeitrags eingesetzte Ressourcen:

  • duckduckgo-Suche: 8x
  • kommerzielle, finanzmarktgetriebene, allgemeine generative KI: 0x
  • selbstgehostete, auf spezifischem Textkörper trainierte Opensource-KI: 0x
  • menschliche Arbeitszeit: ca. 45min

 

Diesen Artikel drucken

Leave a Reply