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Too long, didn’t read – so geht es einigen beim Anblick der Klassiker linker Theorie. Die über zweitausend Seiten langen Gefängnishefte von Antonio Gramsci, die komplizierten Schinken von Marx oder Edward Said – wenn ihr keine Zeit habt, die Bücher alleine durchzuackern oder eine Einführung sucht, dann hört euch den Theoriepodcast der Rosa-Luxemburg-Stiftung an.


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(Was soll das?)

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Diesen Text gibt es mittlerweile auf Papier zum Bestellen, als PDF und auch in englischer Übersetzung. Und das Linux-Magazin hat den ehemaligen, für Limux verantwortlichen Münchener Oberbürgermeister Ude im Interview für seine Oktober-Ausgabe 2019.

München steigt aus Linux aus und geht wieder zurück zu Microsoft! Schlagzeilen dieser Art las man im Frühjahr 2017 nicht nur in Technikzeitschriften, sondern auch in überregionalen Tageszeitungen und großen Nachrichtenmagazinen. Warum wurde dieses Thema diesmal so groß? Und was wird da eigentlich verhandelt?

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Am 24.11.2016 trat in Großbritannien ein Gesetz in Kraft, mit dem für 48 britische Behörden ein Zugang zum gesamten Browserverlauf aller Internetnutzer Großbritanniens gesichert wird. Durch dieses Gesetz werden alle in Großbritannien tätigen Internetprovider verpflichtet, ein Jahr lang die Browserverläufe und andere Webkontakte für die Behörden zur Verfügung zu stellen – ohne richterliche Anordnung und komplett auf Vorrat.

Während in Deutschland fast zeitgleich eine Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung prominent eröffnet wurde, unterhölt Großbritannien die digitalen Grundrechte auf der Überholspur. „Großbritannien hat gerade die extremste Form von Überwachung in der Geschichte westlicher Staaten legalisiert“ kommentiert Edward Snowden dieses Gesetz.

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Algorithmische Imaginationen x6e38, CC-by-2.0

Algorithmen, dieser Begriff ist derzeit in aller Munde. Aber was ist das eigentlich? Wie können wir uns ein Leben unter Algorithmen ausmalen? Wird unser Leben aussehen wie in den britischen Comedy-Sketchen, in denen das Service-Personal zu jeder Nachfrage nur noch die Antwort der Maschine – „Computer says No“ – wiedergibt? Oder sieht die Zukunft von Algorithmen-Einsatz in der Polizeiarbeit so aus, wie es uns Homer Simpson vor Augen führt? Wie sahen sie aus, die Phantasien, Ängste und Träume der kybernetischen Idee, die morgen vielleicht unsere Realität darstellt?

Eine audiovisuelle Suche nach algorithmischen Vorstellungen fand am 22. Januar in Wien statt. Konrad Becker und Felix Stalder von Worldinformation.org in Zusammenarbeit mit dem Top-Kino haben mit diesem „Screening der Algorithmischen Imagination“, das von Jana Herwig und Katja Mayer kommentiert wurde, den Diskussionsraum zum Thema Algorithmen geöffnet und diesen gleichzeitig verortet in der Geschichte der Kybernetik, des Kapitalismus und der Techno-Kontrollphantasien.

Eine audiovisueller Abend über die Macht von Algorithmen, ein Remix von Ausschnitten aus Filmen und Dokumentationen, die sich auf automatisierte Regelsysteme beziehen. Kurze Videoclips zeigen Formeln des kybernetischen Selbst von naturwissenschaftlicher Ingenieurskunst bis zu irrlichternden Gespinsten der Vorstellungskraft. Ein Media-mesh-up von der Geschichte des Kalten Kriegs, wo sich das Rationale und Irrationale zur Mutually Assured Destruction treffen, bis zur Kolonisierung der Zukunft durch algorithmische Vorhersagen heute.

Die Dokumentarfilme, Animationen, Fiction-Filme und Videokommentare, die zusammengestellt wurden, sind zugänglich und anschaulich, komplex und vielschichtig und da sie als Playliste und Videos im Internet verfügbar sind, sind sie auch hervorragend zum Wiederholen im Wohnzimmer geeignet.

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Tails- Logo

Tails – sicher und anonym

Die Tails-Entwickler machten allen Internetznutzer_innen in diesem Jahr ein besonders Weihnachtsgeschenk: Pünktlich zum Fest kündigen sie wesentliche Änderungen am Installationsprozess an, die das Einrichten des Betriebssystems vereinfachen und es damit einer breiten Masse von Nutzer_innen zugänglich machen.

Konkret geht es dabei um drei Veränderungen: Weiterlesen

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Amazon, Facebook, Google & Co. verändern unser Leben und die Funktionsweise des Kapitalismus selbst. Womit verdienen sie ihr Geld? Welche Infrastrukturen benötigen sie? Welche Auswirkungen hat das auf Politik und Gesellschaft? Was ist der Kern der „Californian Ideology“ und wie gelingt es dem Silicon Valley, der Welt seine Produkte und Services aufzuzwingen? Eine Kritik der politischen Ökonomie heutzutage muss verstehen, wie Google und Co. funktionieren. Audioaufzeichnung des Vortrags von Timo Daum.

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Standpunkte_02-2015Soeben erschienen: Die Entstehung des digitalen Prekariats. Crowdworker im Internet haben kaum Rechte und verdienen wenig – dennoch beginnen sie sich zu organisieren. Standpunkte 2/2015 von Sebastian Strube.

Outsourcing ist allgemein bekannt. Die Weiterentwicklung dieses Prinzips heißt Crowdsourcing: Arbeit wird nicht mehr in Billiglohnländer outgesourct, sondern an all die Menschen, die sich im Internet herumtreiben – an die Crowd. Im Netz entsteht dadurch ein neuer Niedriglohnsektor, der die Art, wie wir arbeiten, so stark verändern könnte wie einst die Erfindung des Fließbands vor knapp 100 Jahren. Auf der Plattform Mechanical Turk von Amazon etwa schuften hunderttausende AkkordarbeiterInnen aus 190 Ländern oft für zwei bis drei Euro pro Stunde. Mittlerweile gibt es auch in Deutschland viele Firmen mit ähnlichen Angeboten. Das neue digitale Prekariat hat praktisch keine Rechte und verdient wenig. Dennoch sehen sich viele Crowdworker nicht als Opfer, sondern als Avantgarde einer neuen digitalen Arbeiterklasse, die gerade anfängt, sich zu organisieren, und die ihr Recht auf Teilhabe an der digitalen Gesellschaft einfordert.

Im vergangenen Jahr fand in Berlin auch eine Veranstaltung mit Sebastian Strube statt, eine Audioaufzeichnung der Veranstaltung gibt es hier.

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1991 gründete sich anlässlich des ersten Irakkrieges in Italien un ponte per und hat seitdem mit vielen zivilgesellschaftlichen Organisationen – vor allem im Nahen Osten und Serbien – zur Konfliktvermeidung und -Lösung zusammengearbeitet. Un ponte per ist mit dem Weltsozialforumsprozess gewachsen und vermittelt den Austausch zwischen verschiedenen Kulturen, Sprachen, Religionen und Traditionen und ist Teil der italienischen Friedensbewegung. Mit Florent Schaeffer, der im Auftrag von un ponte per letzte Woche in Tunis eine Konferenz zur Verteidigung der Presse- und Meinungsfreiheit in Nordafrika organisiert hat, führte Andrea Plöger, Medienaktivistin/ Wissenschaftlerin Weltforum der Freien Medien, ein Interview (ein Interview auf Französisch während der Konferenz findet sich auf World Social Forum TV). Die Konferenz lief unter dem Namen „Promoting and Defending Freedom of Expression“ und in Zusammenarbeit mit marokkanischen, tunesischen, irakischen, ägyptischen und den internationalen Netzwerken für freie Medien und Kommunikationsrechte des Weltforums der Freien Medien. Interview lesen

Einige der Gruppen, die im letzten Jahr auf dem Weltsozialforum in Tunis das Forum der freien Medien und für Kommunikationsrechte mit veranstalteten und die sich auch im Workshop der RLS „Alternative Media and the power of revolution“ wsf.blog.rosalux.de/2013/04/01/alternative-media-and-the-power-of-revolution/  vorstellten, arbeiten auch unter der schwierigen politischen Umständen in Tunesien weiter an einer Kommunikationsrechtekampagne.

Radio Reguebwww.facebook.com/Radio3R, gegründet während der Revolution in Sidi Bouzid, dem Ausgangsort der Proteste, begann im letzten eine Kommunikationsrechte-Kampagne mit AMARC, dem transnationalen Netzwerk von Community Radios splash.amarc.org/.

@ccun veranstaltete im Dezember 2013 ein Hackerfest, ebenfalls in der Region von Sidi Bouzid plus.google.com/+khaledAMAMI/posts?cfem=1 und setzt sich für die Community Radios, nicht-kommerzielle Internetcafés, aber auch für eine Verfassung, in der die Freiheit der Medien festgeschrieben ist und damit gegen die versuchte Rücknahme von während der Revolution erkämpften Freiheiten ein. ( siehe u.a. www.leconomistemaghrebin.com/2013/11/25/lagence-technique-de-telecommunications-est-creee-les-anti-ammar-404-se-rebiffent/ )

 

Ende Mai wird das nächste Treffen der Vorbereitungsgruppe des Forums der Freien Medien in Tunis stattfinden. Thema ist, wie die verschiedenen Kommunikationsrechte-Kampagnen in Nordafrika und im Mittleren Osten zusammen kommen können.

Im September findet dann in Marokko das nächste Treffen mit dem Schwerpunkt „Journlismus im Maghreb“ statt. Mitveranstalter ist die marokkanische Medienorganisation E-Joussour www.e-joussour.net

Im Oktober organisiert das französische Netzwerk für Kommunikationsrechte Ritimo www.ritimo.org/  ein Treffen in Paris, das Kommunikationsrechte und die Aneignung von Technologien zum Thema hat. Gleichzeitig arbeitet eine Gruppe Freiwilliger aus den verschiedenen Netzwerken an einer Fassung der Charta der Freien Medien für das WSF 2015, das erneut in Tunis stattfinden wird.

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GEMA-Graffiti

Foto: xmx 2, Flickr (CC-by-nc-nd)

Netz für alle – Talk

Die gesellschaftlichen Auseinandersetzungen um das Urheberrecht drehen sich immer öfter auch um die Verwertungsgesellschaften. Nutzer sind frustriert, weil Videos auf YouTube gesperrt sind, die Clubs klagen über eine angeblich existenzbedrohende Tarifreform. Urheberinnen und Urheber aber nehmen die GEMA und andere Verwertungsgesellschaften in Schutz: als legitime Interessenvertretung von Komponisten, Textdichtern, Journalistinnen und Autorinnen, die mit ihrer Arbeit Geld verdienen wollen. Zugleich plant die Europäische Kommission eine Reform, die die Verwertungsgesellschaften zu mehr Transparenz verpflichten will.

Wo stehen Verwertungsgesellschaften Anfang des 21. Jahrhunderts? Für wen sind sie da? Wessen Interessen vertreten sie? Wir laden ein zur Diskussion über die Zukunft der kollektiven Rechtewahrnehmung.

Die Veranstaltung wird live im Internet übertragen. Continue Reading »

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