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So sieht der Abmahnbeantworter aus.

So sieht der Abmahnbeantworter aus.

Wer schon einmal eine anwaltliche Abmahnung mit einer entsprechenden Geldforderung erhalten hat, kennt das flaue Gefühl im Magen: In meiner WG soll jemand einen Porno heruntergeladen haben? Und jetzt soll ich dafür Geld zahlen? Eine Unterlassungserklärung unterschreiben? Au Backe!

Viele Abmahnungen sind ungerechtfertigt, trotzdem fehlen den Betroffenen oftmals die Mittel und die Fantasie, sich juristisch korrekt dagegen zu wehren. Verbraucherschützer und Netzaktivisten fordern seit langem ein Ende der Abmahnindustrie, denn als solches müssen die immernoch üblichen massenhaften Abmahnungen gegen oftmals unschuldige Nutzer verstanden werden.

Diese Situation könnte sich jetzt ändern, denn jetzt gibt es Hilfe zur Selbsthilfe: Der Abmahnbeantworter ist ein Projekt des Chaos Computer Clubs und des Fördervereins freie Netze und versucht, Verbraucherinnen und Verbrauchern eine konkrete Hilfestellung zu bieten und somit einen Schritt zu mehr Waffengleichheit gegen diese Abmahnindustrie herzustellen. Denn hier werden halbautomatisch juristische Briefe erstellt, die Betroffene im Fall einer Abmahnung ermöglichen zu reagieren, ohne juristischen Beistand einkaufen zu müssen.

Und so geht’s: Auf der Website Abmahnbeantworter klicken sich die Nutzer_innen durch ein 5-seitiges Formular, in dem alle individuellen Abmahndaten eingetragen werden: Wer mahnt ab, wer ist betroffen, wie lautet das Aktenzeichen etc. Das Ergebnis ist dann das korrekt formulierte juristische Schreiben, dass an den Abmahner zurückgesandt werden kann.

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„Ich habe ja nichts zu verbergen!“ – Argumente wie diese werden oft Leuten entgegengehalten, die sich für mehr Verschlüsselung in der Online-Kommunikation einsetzen.

Der Alltag von Netzaktivisten zeigt, dass es schon schwer genug ist, immer wieder in Verschlüsselungshilfen, Workshops und Privat-Nachhilfe Verschlüsselung zu erklären, einzurichten, die Angst zu nehmen. Es ist nicht nur ermüdend sondern regelrecht demotivierend, zusätzlich die immer gleichen Argumente, die gegen eine bessere Online-Praxis ins Feld geführt werden, zu bearbeiten. Darum habe ich für die Rosa Luxemburg Stiftung jetzt eine Handreichung erstellt, die für Netzaktivisten und diejenigen, die welche werden wollen, 10 häufige Argumente gegen Verschlüsselung bearbeitet. Auf der Website der Rosa Luxemburg Stiftung kann die Broschüre als PDF heruntergeladen werden oder gedruckt unter Angabe von Postadresse und gewünschter Stückzahl per E-Mail an bestellung@rosalux.de geordert werden. Hier kann sie online kommentiert werden werden (die Kommentarwerkzeuge erscheinen oben rechts, eine Anmeldung bei hypothes.is ist nötig).

Die konkreten Möglichkeiten und Praxen der Massenüberwachung verändern sich derzeit ständig, die Gesetzeslage wird weiter verschärft und hoffentlich werden auch die Protestbewegungen und Handlungsmöglichkeiten gegen Überwachung weiter gehen. Darum werden wir auf diesem Blog unter der Kategorie Digitale Selbstverteidigung fortlaufend über die aktuellen Entwicklungen berichten.

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Nur Freie Software inside

Nur Freie Software inside

Maschinenbefreiung statt Maschinensturm
Der folgende Artikel beschreibt, wie wir praktisch die
Installation eines weitestgehend mit Freier Software laufenden Laptops (inkl. freiem Bootloader „Libreboot“) realisieren. Mit der Anleitung bilanzieren wir einen über mehrere Abende verteilten Workshop Ende 2015/Anfang 2016 und erklären nicht nur die technischen Grundlagen der Durchführung, sondern auch konzeptionell die Bedeutung einer solchen Bastelpraxis: Es geht dabei darum, die Befreiung der Maschinen zu organisieren, damit die sich revanchieren können.1
Gesamten Artikel anzeigen

  1. frei nach D. Dath; vgl. auch Euskirchen 2016 []

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fischtop-smallVom 30.9. bis zum 2.10. findet der technologiekritische Kongress „Leben ist kein Algorithmus. Solidarische Perspektiven gegen den technologischen Zugriff“ in Köln in der Alten Feuerwache statt:

Auf der Konferenz wollen wir nicht nur die erschreckend schnell voranschreitende Erfassung aller Lebensabläufe samt ihrer ökonomischen Verwertung und den weitgehend undiskutierten Lenkungsmethoden analysieren. Wir wollen unsere Möglichkeiten des Widerstands gegen den technologischen Zugriff auf unsere Autonomie in den Mittelpunkt stellen.

Außerdem gibts auch wieder wie seit mehr als 10 Jahren jedes Jahr: Datenspuren, den Kongress des Dresdener CCC, vieles Interessantes in den Videomitschnitten der vergangenen Jahre.

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Whitfield Diffie und Bruce Schneier, zwei Entwickler wirklich harter Verschlüsselung

Whitfield Diffie und Bruce Schneier, zwei Entwickler wirklich harter Verschlüsselung

Aus Thüringen kamen in den vergangenen Jahren im Zusammenhang mit Verfassungsschutz und Staatssicherheit die bizarrsten Meldungen. Wer hoffte, dass das nun, mit einem Linkspartei-Regierungschef und einem unter dessen Ägide neu besetzten Leitungsstuhl im Landesamt ein Ende haben könnte, wurde Anfang Februar bitter enttäuscht: Der neue Verfassungsschutzschef forderte Hintertüren für die Dienste in Verschlüsselungssoftware und will Experten damit betrauen, Möglichkeiten in dieser Richtung auszuloten. Weiterlesen

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Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung zum Jahrestag der Snowden-Enthüllungen Anfang Juni 2015 in Berlin

Veranstaltungsfoto After the Summer of Snowden 12.06.2015Kürzlich meldeten es die KollegInnen aus der Öffentlichkeitsarbeit der Rosa-Luxemburg-Stiftung: After the Summer of Snowden ist die erfolgreichste, bzw. die mit Abstand am häufigsten angeschaute Veranstaltungsdokumentation des vergangenen Jahres.

Am 12. Juni 2015 führte die Rosa-Luxemburg-Stiftung als Kooperation der Rosa-Luxemburg-Initiative — Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen und der Hellen Panke — Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin unter dem Titel „After the Summer of Snowden“ eine Diskussionsveranstaltung mit anschließender Filmvorführung des Dokumentarfilms CITIZENFOUR in Berlin durch. Anlass hierfür war der zweite Jahrestag der Veröffentlichung von Geheimdienstdokumenten durch den ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden. Weiterlesen

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Tails- Logo

Tails – sicher und anonym

Die Tails-Entwickler machten allen Internetznutzer_innen in diesem Jahr ein besonders Weihnachtsgeschenk: Pünktlich zum Fest kündigen sie wesentliche Änderungen am Installationsprozess an, die das Einrichten des Betriebssystems vereinfachen und es damit einer breiten Masse von Nutzer_innen zugänglich machen.

Konkret geht es dabei um drei Veränderungen: Weiterlesen

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Jonatan Kurzwelly ist Ethnologe und als solcher immer wieder mit Situationen konfrontiert, in denen er Daten erhebt für seine Forschungszwecke. In seinem  Beitrag „Encrypting Ethnography“ legt Kurzwelly dar, dass Verschlüsselung solcher erhobener Daten und ein gewisses Maß an digitaler Sicherheit beim wissenschaftlichen Arbeiten zum Standard wissenschaftlichen Arbeitens gehören und auch im ethischen Grundkonsens der AAA (American Anthropological Association) festgelegt ist: „Researchers have a responsibility to use appropriate methods to ensure the confidentiality and security of field notes, recordings, samples or other primary data and the identities of participants.“

Um nicht nur auf die Notwendigkeit von digitaler Sicherheit hinzuweisen sondern auch praktische Hilfestellungen für Wissenschaftler zu geben, führt er im zweiten Teil in die wesentlichen Werkzeuge zur sicheren Kommunikation ein: Festplattenverschlüsselung, sichere Passwörter, E-Mail-Verschlüsselung, TOR-Nutzung bis hin zu einer Einführung in sichere Betriebssysteme wie Tails.

Am Ende findet sich noch eine schöne Linkliste zu vergleichbaren Initiativen aus dem journalistischen – und aus Bildungsbereichen.

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#refugeehackathon

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datenspurenDie Datenspuren 2015 wollen sich mit der Bedeutung und Definition der (digitalen) Privatsphäre im Zeitalter von Internet of Things und Snowden beschäftigen. Denn unsere Privatsphäre wird einerseits von uns selbst durch neue Smart-Geräte und andererseits durch staatliche Stellen (siehe Snowden) eingeschränkt. Hier ist ein neues Bewusstsein gefragt und die Grenzen müssen für Firmen und Staat neu definiert werden. Mehr…

 

 

 

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