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Spätestens nachdem der demokratische Sozialist aus den Reihen der Democrats, Zohran Mamdani, am 4. November 2025 zum neuen Bürgermeister New York Citys gewählt wurde, stellt sich innerhalb der gesellschaftlichen und parteipolitischen Linken die Frage, was man von diesem Erfolg lernen kann. Wie konnte seine Kampagne über 50.000 ehrenamtliche Helfer:innen mobilisieren? Wie kam es dazu, dass er sowohl in New York, als auch über die Grenzen der Stadt und über innerlinke Kreise hinweg große Aufmerksamkeit erfahren hat? Ein Aspekt, der die Mobilisierung und erhöhte Aufmerksamkeit begünstigt hat, war die erfolgreiche Nutzung der sozialen Medien. Während er vor dem Start seiner Kandidatur weniger als 20.000 Follower:innen auf Instagram hatte, folgten ihm schon zu den Vorwahlen im Juni fast 4 Millionen Menschen. Seine Konkurrenten um das Bürgermeisteramt, die zu dieser Zeit zwischen 130.000 und 200.000 Follower:innen schwankten, waren schon damals weitestgehend abgeschlagen [1]. Auch auf anderen Social-Media-Plattformen wie TikTok oder X herrschte eine ähnlich deutliche Kluft zwischen dem Mitglied der Democratic Socialists of America (DSA) und seinem unabhängigen und republikanischen Konkurrenten [2]. Zudem gingen regelmäßig Videos von ihm viral. Das prominenteste Beispiel hierfür ist ein Clip, in dem Mamdani den Direktor der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE), Thomas Homan, energisch konfrontiert, während Polizisten ihn zurückhalten. So stand schon lange vor dem vierten November für einige Kommentatoren fest: „Mamdani is clearly winning online.” In diesem Kontext scheint es sinnvoll, sich Mamdanis Online-Kampagne genauer anzusehen, um aus seinen Mobilisierungstaktiken im Internet Lehren zu ziehen und diese gegebenenfalls in weiteren Kampagnen und Mobilisierungs- bzw. Organisationsvorhaben zu implementieren. In diesem Blogeintrag will ich drei Punkte von Mamdanis Social Media Kampagne näher beleuchten: Erstens den Stil der Kampagne und die damit verbundene Authentizität, zweitens den Umgang mit Anfeindungen und drittens das Instagram-Tool Manychat. Weiterlesen

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Vor kurzem war wieder Transformationskonferenz. Das Institut für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung lud diesmal mit dem Schwerpunkt „Wie geht eigentlich ein «richtiges» Leben im «Falschen»? Lebensweisen, Reproduktion und Transformation“ ein. Dabei rückte auch die «digitale Revolution» in den Blick, denn sie verändert die Grenzen zwischen Arbeit und Leben, wird von gesellschaftlichen Gruppen und Akteuren unterschiedlich angeeignet, auf ihre emanzipatorischen Potentiale getestet, in Alltagsstrategien eingewebt und produziert neue Ungleichheiten. Neue Spaltungen
ziehen sich um den Globus. Dem widmete sich eine Arbeitsgruppe am Samstag morgen:

Digitale Lebensweisen und Technopolitics: Netzstrategien und Organisierung
Mit Rodrigo Nunes (Philosoph, Brasilien) und Miriyam Asfar (Oxford University, Großbritanien)
Moderation: Tadzio Müller (Rosa-Luxemburg-Stiftung)

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