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Vom 25. bis zum 27. März 2019 fand in Bangkok der dreitägige Workshop statt zum Thema “Equity and social justice in a digital world. An inter sectoral/movements dialogue for a digital justice agenda”. Er war organisiert von der Just Net Coalition, Our World Is Not For Sale und Focus On The Global South. Hier ein Teilnehmer-Bericht: Weiterlesen

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produktionsweise.png (c) gemeinfrei/via Wikimedia

Dass ein System, in dem sich ein Mensch mit 200 Euro in der Tasche entscheiden kann, entweder einmal spontan mit der Bahn von München nach Berlin zu fahren oder zwei Flüge zwischen den beiden Städten zu buchen, in dem große Konzerne wie Amazon neu produzierte Ware verbrennen und Supermärkte Menschen dafür verklagen können, noch essbare Lebensmittel aus ihren Mülleimern zu fischen, und in dem ein eigener Begriff für die Herangehensweise existiert, elektronische Geräte so zu bauen, dass sie möglichst schnell kaputt gehen und man sie nachkaufen muss (geplante Obsoleszenz) – dass also ein solches System nicht der Weg sein wird, wie wir den nahenden Kollaps abwenden, ist offensichtlich. Dass statt dessen eine geplante Wirtschaft sinnvoll ist, in der wir uns entscheiden könnten, nur das herzustellen, was tatsächlich gebraucht wird (und das möglichst umweltfreundlich), statt nach dem kapitalistischen Profitsystem doppelt so viel zu produzieren, wie die Menschheit braucht, und noch einen Haufen Schrott dazu und diesen dann an unter einigen Wenigen zu verteilen, auch.

Laura Meschede, jW vom 3.4.19, S. 12/13

Den ganze Artikel lesen bei der Jungen Welt

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Die umfangreichsten Ressourcen, die meiste Rechenkapazität, die besten Leute, die klügsten Wissenschaftler*innen, die avanciertesten neuronalen Netze, die umfangreichsten Datenbanken, kurz, das Beste, was die Menschheit an Wissen hervorgebracht hat, dient – abgesehen von Marketing-Gags wie Go-Spielen und Feigenblättern wie besserer Krebsvorsorge – in erster Linie dazu, herauszufinden, was wir als nächstes kaufen werden. Vorgestellt und diskutiert wird das aktuelle Buch von Timo Daum.

 

Wo: Salon der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 B.
Wann: Donnerstag, 25.04.2019, 19:00 – 21:00 Uhr

Mehr Infos zu den DiskutantInnen und zum Buch

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Eine Abkehr von der imperialen Automobilität – einer Mobilität, deren Möglichkeitsbedingung der Zugriff auf die Ressourcen anderer ist – beabsichtigen weder die Autokonzerne noch die Bundesregierung. Stattdessen soll das vorherrschende Verkehrssystem durch eine Änderung der Antriebstechnik (Elektro- statt Verbrennungsmotor) (Candeias 2012:10) und die Einführung des autonomen Fahrens samt Digitalisierung erneuert werden (vgl. auch “Das Auto im digitalen Kapitalismus. Dieselskandal, Elektroantrieb, autonomes Fahren und die Zukunft der Mobilität“). Weiterlesen

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Die Veranstaltung stellte sich heraus als öffentlich eingeladenes Treffen der LAG Netzpolitik. Nach kurzen Inputs von mir selbst (Linux-Migration: Was ist in München schiefgegangen; was hat die RLS vor; einige weiterführende Beispiele in kleineren Behörden und Kommunen) und von Tobias Schulze (MdA) mit einem Überblick über die Geschichte und den derzeitigen Stand von eGovernment in Berlin ergab sich eine lebendige Gruppendiskussion. Zum Einlesen hatte ich ja Linux in München und Das Microsoft-Dilemma empfohlen. Nebenbei die neueste Neuigkeit zu München: Der Beratungskonzern, der das sog. Gutachten angefertigt hat, mit dem die Rückabwicklung der Migration zurück zu Windows begründet wird, und der schon seit fast 20 Jahren eng verbandelt ist mit Microsoft, hat jetzt ein Service-Joint-Venture mit Microsoft gegründet – sicherlich spielten die zu erwartenden öffentlichen Aufträge in München dabei keine Rolle… Einige Themen, die wir unterschiedlich kontrovers diskutiert haben, nehme ich hier noch einmal auf, um sie ausführlicher zu kommentieren, als das im Gespräch möglich war. Weiterlesen

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Der Agrar-Ingenieur muß viele Fragen zum Einsatz des Computers beantworten. 8. September 1986, Bezirk Schwerin, Veteranenbetreuung durch die Volkssolidarität: Eine Station bei den beliebten Kremser- und Kutschfahrten ist immer auch ein Besuch bei einer LPG. Mit großem Interesse verfolgt man jede Neuerung.

Bildquelle: Bundesarchiv/Wolfried Pätzold [CC BY-SA 3.0 de] via Wikimedia Commons

Geht es um die Digitalisierung der landwirtschaftlichen Produktion, dann fordern Experten offene Datenplattform und Open Source: Im Agrarbereich müssen marktbeherrschende Konzerne wie Facebook oder Google verhindert werden, waren sich Sachverständige im Bundestag einig. Warum eigentlich nur hier??

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Link zur Tischvorlage (PDF): windows-dilemma-beirat.pdf

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Smart Farming, Drohnen, per Satellit gesteuerte Traktoren, die Nutzung von Klima- und Wetterdaten durch Big Data oder die Anwendung von synthetischer Biologie: Ist Digitalisierung tatsächlich das neue Wundermittel um Hungerkrisen und den Verlust der Biodiversität zu beenden oder den Klimawandel zu begrenzen? Neue Technologien versprechen Effizienzsteigerungen und Nachhaltigkeit bei der Erzeugung. Dabei geht es im Kern um das massenhafte Sammeln und Auswerten von sämtlichen Hof- und Anbau- genauso wie von Verbraucher*innendaten. Weiterlesen und Details zur Veranstaltung

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Anlässlich der eben stattfindenden ersten großen Pressekonferenz der “Sammlungsbewegung aufstehen!” habe ich mir die dazugehörige Webseite angeschaut. Die Sammlungsbewegung setzt zur Verhandlung politischer Fragen und zur Vernetzung auf das Online-Werkzeug pol.is: “pol.is is an AI powered sentiment gathering platform. More organic than surveys, less effort than focus groups.”1. Oder in den Worten der drei Gründer des Start-Ups mit gleichem Namen: “We originally conceived of this as tool for political leaders.” Künstliche Intelligenz also soll Stimmungen sammeln und auswerten. “Die Webseite aufstehen.de ist nämlich der Dreh- und Angelpunkt der Bewegung” schreibt der Freitag ganz euphorisch in einer harschen Kritik (“Arroganz!”) der Kritiker*innen der Sammlungsbewegung. Mich interessiert, wie das auf der Webseite der Sammlungsbewegung umgesetzt ist und wem das dient.

Um mein Ergebnis, eine große Unzufriedenheit, vorwegzunehmen: Die Daten der politischen Prozesse, die die Plattform abbildet, laufen über die Server einer US-amerikanischen Firma, die sich die Auswertung (auch durch Dritte) zu Werbezwecken vorbehält, ebenso wie den Mit-Verkauf der Daten im Falle ihres Aufgekauftwerdens durch einen größeren Investor. Und das, obwohl das gesamte Tool als Freie Software vorliegt, es also ein leichtes wäre, einen eigenen Server mit der Plattform unter eigener Kontrolle aufzusetzen und zu betreiben. Weiterlesen

  1. Quelle: Wiki der P2P-Foundation []

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Nicht mal ins Flussbad musste ich, sondern einfach nur über die Straße, um im schifffahrtsfreien Regen meine “Bahnen ziehen” zu können. Gelegenheit dazu hatte ich vor und nach meinem Vortrag zum Thema “Open Source, Freie Software – Conditio sine qua non für digitale Selbstverteidigung” im Rahmen der Ferienakademie des Cusanuswerks, die unter dem Titel “Cyber war’s. Sicherheit in einer digitalisierten Welt” lief. In der Diskussion ging es um praktische Aspekte (vgl. die Tischvorlage), um die Frage “Was tun?” (vgl. dazu “Die Welt hacken“) und um immer wieder zu diskutierende Einwände im Zusammenhang mit Mythen und Fakten zu Überwachung und digitaler Selbstverteidigung (so der Titel der einschlägigen rls-Broschüre aus der Reihe argumente).

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