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Link zur Tischvorlage (PDF): windows-dilemma-beirat.pdf

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Smart Farming, Drohnen, per Satellit gesteuerte Traktoren, die Nutzung von Klima- und Wetterdaten durch Big Data oder die Anwendung von synthetischer Biologie: Ist Digitalisierung tatsächlich das neue Wundermittel um Hungerkrisen und den Verlust der Biodiversität zu beenden oder den Klimawandel zu begrenzen? Neue Technologien versprechen Effizienzsteigerungen und Nachhaltigkeit bei der Erzeugung. Dabei geht es im Kern um das massenhafte Sammeln und Auswerten von sämtlichen Hof- und Anbau- genauso wie von Verbraucher*innendaten. Weiterlesen und Details zur Veranstaltung

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Anlässlich der eben stattfindenden ersten großen Pressekonferenz der “Sammlungsbewegung aufstehen!” habe ich mir die dazugehörige Webseite angeschaut. Die Sammlungsbewegung setzt zur Verhandlung politischer Fragen und zur Vernetzung auf das Online-Werkzeug pol.is: “pol.is is an AI powered sentiment gathering platform. More organic than surveys, less effort than focus groups.”1. Oder in den Worten der drei Gründer des Start-Ups mit gleichem Namen: “We originally conceived of this as tool for political leaders.” Künstliche Intelligenz also soll Stimmungen sammeln und auswerten. “Die Webseite aufstehen.de ist nämlich der Dreh- und Angelpunkt der Bewegung” schreibt der Freitag ganz euphorisch in einer harschen Kritik (“Arroganz!”) der Kritiker*innen der Sammlungsbewegung. Mich interessiert, wie das auf der Webseite der Sammlungsbewegung umgesetzt ist und wem das dient.

Um mein Ergebnis, eine große Unzufriedenheit, vorwegzunehmen: Die Daten der politischen Prozesse, die die Plattform abbildet, laufen über die Server einer US-amerikanischen Firma, die sich die Auswertung (auch durch Dritte) zu Werbezwecken vorbehält, ebenso wie den Mit-Verkauf der Daten im Falle ihres Aufgekauftwerdens durch einen größeren Investor. Und das, obwohl das gesamte Tool als Freie Software vorliegt, es also ein leichtes wäre, einen eigenen Server mit der Plattform unter eigener Kontrolle aufzusetzen und zu betreiben. Weiterlesen

  1. Quelle: Wiki der P2P-Foundation []

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Nicht mal ins Flussbad musste ich, sondern einfach nur über die Straße, um im schifffahrtsfreien Regen meine “Bahnen ziehen” zu können. Gelegenheit dazu hatte ich vor und nach meinem Vortrag zum Thema “Open Source, Freie Software – Conditio sine qua non für digitale Selbstverteidigung” im Rahmen der Ferienakademie des Cusanuswerks, die unter dem Titel “Cyber war’s. Sicherheit in einer digitalisierten Welt” lief. In der Diskussion ging es um praktische Aspekte (vgl. die Tischvorlage), um die Frage “Was tun?” (vgl. dazu “Die Welt hacken“) und um immer wieder zu diskutierende Einwände im Zusammenhang mit Mythen und Fakten zu Überwachung und digitaler Selbstverteidigung (so der Titel der einschlägigen rls-Broschüre aus der Reihe argumente).

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Europaweite Schlagzeilen zum Thema “Microsoft Dilemma” Bild: Christian T. Joergensen via Investigate-Europe

…auch in der Rosa-Luxemburg-Stiftung? Dazu: Eine sehenswerte Fernsehdoku in der ARD-Mediathek!

Schaut Euch bitte den Film an und/oder erlaubt mir einige Anmerkungen und Verweise, warum ich dieses Thema für höchst relevant halte für uns als Rosa-Luxemburg-Stiftung, und zwar nicht als technisches oder administratives Problem, sondern als ein Thema, über das wir alle reden sollten, um zu einem gemeinsamen politischen Willen zu kommen: Windows 7 kommt in die Jahre. Anfang 2020 erzwingt Microsoft die Aktualisierung auf Windows 10, indem sie den Support für Windows 7 abschalten (“End of Life – EOL”). Aber ist die Verwendung von Software aus dem Hause Microsoft überhaupt noch vertretbar? Weiterlesen

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Ich bringe hier nochmal einen Auszug aus einem lesenswerten Artikel der “Blätter für deutsche und internationale Politik”, in dem Ronald Blaschke die Diskussionen um Digitalisierung und Grundeinkommen zusammenführt, ohne die Gefahr der neoliberalen Verkürzung letzterer unter den Tisch fallen zu lassen. Die Textpassage verdeutlicht, auch wenn es nicht explizit um Open Source und Freie Software geht, die transformatorische “Sprengkraft”, wenn Grundeinkommensideen mit nicht-Privateigentums-basierten Kooperationspraxen in Zusammenhang gebracht werden. Letztere spielen auf einem bestimmten, für den digitalen Kapitalismus nicht unwichtigen Produktionssektor, der Softwareproduktion, also bei der Produktion digitialer Produktionsmittel, eine nicht unwesentliche Rolle. Obwohl Blaschkes “Utopie mit Sprengkraft” ausdrücklich und systematisch über reine Verteilungsfragen hinaus zielt, kann ich sie daher dennoch als Realutopie lesen.

Die veröffentlichte Textpassage habe ich aus Gründen der Lesbarkeit insofern überarbeitet, dass ich die Textpassagen der ursprünglichen Fußnoten in den Text eingearbeitet habe und nur noch die reinen Literaturverweise in Fußnoten setze. Zum Textauszug

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Im März 2011 wird eine Anwendung, die gegen die Nutzungsbedingungen von Google verstößt, per Fernwartung von ca. 260.000 Smartphones entfernt. Dieses massenhafte und ungefragte Löschen einer Software führte schon damals vielen vor Augen, was durch die vorgegebenen Firmen-AGBs von all seinen_ihren Nutzer_innen akzeptiert verlangt und mehr oder weniger gezwungenermaßen akzeptiert wird: die Zustimmung zu einem permanenten Zugriff auf persönliche Informationen und deren Verwertung durch kommerzielle Firmen (Google). Das zuvor genannte Beispiel macht vor allem eines deutlich: Dass die Möglichkeit des ungehinderteren Zugriffs auf Daten, die in Android-Betriebssystemen hinterlegt sind, vorhanden ist. Das wird noch nicht einmal von Google selbst bestritten. Ein Grund mehr nach alternativen Betriebssystemen Ausschau zu halten, um Firmen wie Google oder Apple dauerhaft den Zugriff auf unsere Daten zu entziehen. Um dieses Ziel zu verfolgen, hat sich Orhan Kemal Yüksel im Auftrag von Netzfueralle den Stand der Entwicklung von “freien” Betriebssystemen für Smartphones genauer angeschaut. Dazu hat er sich den Community-Ansatz mit dem weitestgehenden Anspruch (“nicht nur Open Source, sondern ausschließlich Freie Software”) vorgenommen. Er liefert eine Übersicht zur Verwendbarkeit von Replicant 6.0 unter einem Samsung Galaxy S3 Smartphone (i9300). Zum ausführlichen Paper: rls-replicant-6.0 (PDF)

 

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Das ND bringt ein sehr schönes Interview mit Tilman Santarius, Professor für Sozial-Ökologische Transformation und Nachhaltige Digitalisierung an der TU Berlin, über Chancen und Gefahren der Digitalisierung:

Die Kunden von Google, WhatsApp sind nicht wir, die NutzerInnen, sondern sind die Marketingfirmen, die uns dann personalisierte Werbung anbieten. Das pervertiert die Idee des Internets als Allmende. Und deswegen müssen wir monopolrechtlich und auch mithilfe strengerer Datenschutzvorgaben die Internet-Konzerne regulieren.
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Der Einsatz und die Folgen automatisierter Verfahren und Algorithmen im Alltag sind keine Digital-, Technik- oder „Netzthemen“. Es geht hier um Gerechtigkeit, Teilhabemöglichkeiten und Menschenwohl. Das Projekt OpenSCHUFA macht die (sozial)politische Dimension solcher Verfahren deutlich. Nicht nur Unternehmen wie Google oder Facebook gilt es, kritisch zu betrachten. Die SCHUFA – samt ihrer Vorgänger – gibt es seit beinahe einhundert Jahren. Sie entstand als Ausgründung der Berliner Energieversorgerin BEWAG in den 1920er Jahren. Seit Jahrzehnten beeinflusst die SCHUFA das Leben fast aller erwachsenen Menschen in Deutschland. Ihren Beurteilungs-, manche sagen: Diskriminierungs-Algorithmus behandelt die Aktiengesellschaft als Geschäftsgeheimnis und kommt damit rein juristisch durch. Damit das nicht so weitergeht, will OpenSCHUFA den Algorithmus per reverse engeneering nachbauen und veröffentlichen. Zwar wäre die Geldabhängigkeit allen Treibens innerhalb des gesamtgesellschaftlichen Rahmens (“Kapitalismus”) dann immer noch nicht abgeschafft, Fehler und Diskriminierungen wären dann aber wesentlich leichter bekämpfbar. Weiterlesen

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In den USA ist Netzneutralität vorerst abgeschafft worden. Ist das freie Internet gefährdet?

Einen schwarzen Tag fürs Internet nannte das Webportal Netzpolitik.org den 14. Dezember 2017. Denn in den USA wurden die Regeln zur Netzneutralität von der Federal Communications Commission (FCC) abgeschafft. Zukünftig müssen in den USA vermutlich auch Dienstanbieter für die Übertragung ihrer Inhalte beim Internetprovider zahlen.

Erst 2015 waren diese verbindlichen Regulierungen der Telekommunikationsprovider durchgesetzt worden, die das Drosseln oder Bevorzugen von einzelnen Internetservices untersagen. Die FCC ist die US-Regulierungsbehörde für Rundfunk, Kabel und Fernsehen, vergleichbar mit der deutschen Bundesnetzagentur. Der von US-Präsident Donald Trump im Januar 2017 berufene republikanische Vorsitzende Ajit Pai ist seit Langem ein Gegner von Netzneutralität – die Rücknahme der Regelungen zur Netzneutralität war daher keine Überraschung. Continue Reading »

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