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solidarityDie RLS hat einen Text von Felix Stalder unter dem Titel “Digitale Solidarität” zugänglich gemacht. Der Text ist 2013 ursprünglich auf Englisch unter dem Titel «Digital Solidarity» erschienen, in der Reihe PML Books Series, einem Kooperationsprojekt des Londoner Verlags Mute Books und dem an der Lüneburger Leuphana Universität angesiedelten Post-Media Lab. Aus der englischsprachigen Ankündigung:

Felix Stalder’s extended essay, Digital Solidarity, responds to the wave of new forms of networked organisation emerging from and colliding with the global economic crisis of 2008. Across the globe, voluntary association, participatory decision-making and the sharing of resources, all widely adopted online, are being translated into new forms of social space. This movement operates in the breach between accelerating technical innovation, on the one hand, and the crises of institutions which organise, or increasingly restrain society on the other. Through an inventory of social forms – commons, assemblies, swarms and weak networks – the essay outlines how far we have already left McLuhan’s ‘Gutenberg Galaxy’ behind. In his cautiously optimistic account, Stalder reminds us that the struggles over where we will arrive are only just beginning.

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Interessant: Drei aufeinander folgende und sich aufeinander beziehende Debattenbeiträge um “sozialistische” Lizenzen und ebensolches Eigentum in triple-c, einer online-Theorie-Zeitschrift: Weiterlesen

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Der Roman Zero (Random House, 2014) des Österreichers Marc Elsberg mag sich teilweise wie eine Dystopie (also eine negative Utopie) lesen, doch alle hier beschriebenen Technologien werden bereits eingesetzt. Dank Big Data-Schnorchelei und ausgefeilter Computerprogramme sind Unternehmen (und in ihrem Windschatten Staaten) seit Jahren in der Lage, unser zukünftiges Verhalten in vielen Bereichen mit immer höherer Genauigkeit vorauszusagen. Dadurch können sie uns entsprechende Angebote machen – oder diese unterlassen. Weiterlesen

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robotAndroid ist ein weitgehend freies Betriebssystem, hauptsächlich von Google entwickelt. Leider sind Treiber für die meisten Geräte sowie die meisten Programme, welche im Android Market angeboten werden, nicht frei wie in Freiheit. Sie arbeiten immer wieder gegen die Interessen der Nutzer, spionieren sie aus und können manchmal nicht einmal entfernt werden. Die Kampagne “Befreien Sie Ihr Android!” kann helfen, die Kontrolle über Android-Geräte und Daten darauf weitgehend zurück zu gewinnen. Mehr auf der Kampagnen-Seite >>>

 

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Bild: esti- / flickr / cc2.0:by-nc-sa

Bild: esti- / flickr / cc2.0:by-nc-sa

Werbefirmen sind Cookies nicht effizient genug für das Erstellen von Nutzerprofilen. Eine aktuelle Studie der Universitäten Princeton und Leuven untersuchte 100.000 Webseiten und fand auf mehr als 5,6% bereits umfassendere Trackingtechniken wie Canvas Fingerprinting und Evercookies im Einsatz.

“Das am meisten genutzte Verfahren im Testfeld nennt sich ‘Canvas-Fingerprinting’. Canvas (Deutsch: Leinwand) bezeichnet ein HTML5-Element, das eine einfache Generierung von Bildern mittels Scriptsprachen ermöglicht. Mit solchen Canvas-Elementen werden zum Beispiel Captcha-Bilder dynamisch generiert. Je nach verwendetem Betriebssystem, Grafikkarte, Prozessor, Treiber und Browser variiert die Ausgabe solcher Bilder aber minimal. [...] Diese Unterschiede können in Form eines Hashes den individuellen Fingerabdruck eines Rechners darstellen. [...] Von den 100.000 untersuchten Seiten verwenden rund 5.550 (rund 5,5 Prozent) das Canvas-Fingerprinting. Darunter befinden sich auch 144 große deutsche Seiten wie T-Online, Kicker, Golem, Computerbild oder n-tv.” (Moritz Stückler in der t3n)

Laut der Studie sind darüber hinaus die Seiten von Conrad, Eventim, Computerbild, Handelsblatt und weitere betroffen. Auf einer Webseite der Universität Leuven lassen sich die (im Rahmen der Studie erhobenen) betroffenen Seiten einsehen. Die Electronic Frontier Foundation rät zum Schutz vor dieser neuen Methode des Datensammelns:

“You can block trackers like AddThis using an algorithmic tool such as EFF’s Privacy Badger, or a list-based one like Disconnect. Or if you’re a fairly knowledgeable user and are willing to do some extra work, you can use a manually controlled script blocker such as No Script to only run JavaScript from domains you trust.”

Etwas anspruchsvollerm aber ebenfalls hilfreich, ist die Verwendung des Tor-Netzwerks zur Anonymisierung von Verbindungsdaten. Wer den Browser Chrome benutzt, kann sich mit Hilfe der Extension Chameleon über den Einsatz von Fingerprinting auf Webseiten informieren lassen (einige Methoden werden sogar automatisch geblockt).

Link zur Studie: https://securehomes.esat.kuleuven.be/~gacar/persistent/the_web_never_forgets.pdf

Weitere Informationen: Julia Angwin on Mashable: The ‘Fingerprinting’ Tracking Tool That’s Virtually Impossible to Block

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Wir dürfen nicht aus dem Auge verlieren, dass der eigentliche Skandal die massenhafte Ausspähung aller Bürger ist.” Deshalb müsse die Regierung “ein Programm auflegen, das breiteren Bevölkerungsschichten einen kostengünstigen Zugang zu Kryptohandys” ermögliche. “Alle haben ein Recht auf abhörsichere Kommunikation”,

so Bernd Riexinger, Parteivorsitzender der Partei Die Linke, in der Rheinischen Post, wie von Golem berichtet.

Noch schöner als hochsubventionierte Kryptohändis wäre es, wenn wir alle soviel viel Zeit und Muße zur Pflege unserer Kommunikationsverhältnisse hätten, dass wir uns mit der Sache selbst beschäftigen können, uns – wie das z.B. Susanne Lang im ak, aber auch unsere Referentin Miriyam Aouragh im Fazit ihres Panelbeitrags auf der Transformationskonferenz vorgeschlagen hat – an der Überwachungsfrage organisieren und abhörsichere Infrastruktur (nicht nur die Handtelefone, aber auch die) selbst aufbauen und konfigurieren können, wenn wir sie brauchen. Das wäre dann nicht der Appell an “die da Oben” und die Forderung nach einer doch recht entfremdeten “Lösung” (vielmehr: Auslagerung) des Problems über Geld, sondern dessen nachhaltige Bearbeitung übers eigene, im besten Falle organisierte und damit kollektive Verständnis. Weiter

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Vor kurzem war wieder Transformationskonferenz. Das Institut für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung lud diesmal mit dem Schwerpunkt “Wie geht eigentlich ein «richtiges» Leben im «Falschen»? Lebensweisen, Reproduktion und Transformation” ein. Dabei rückte auch die «digitale Revolution» in den Blick, denn sie verändert die Grenzen zwischen Arbeit und Leben, wird von gesellschaftlichen Gruppen und Akteuren unterschiedlich angeeignet, auf ihre emanzipatorischen Potentiale getestet, in Alltagsstrategien eingewebt und produziert neue Ungleichheiten. Neue Spaltungen
ziehen sich um den Globus. Dem widmete sich eine Arbeitsgruppe am Samstag morgen:

Digitale Lebensweisen und Technopolitics: Netzstrategien und Organisierung
Mit Rodrigo Nunes (Philosoph, Brasilien) und Miriyam Asfar (Oxford University, Großbritanien)
Moderation: Tadzio Müller (Rosa-Luxemburg-Stiftung)

Lesetipps

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square-resetZum ersten Jahrestag des Beginns der Snowden-Enthüllungen ist ja doch einiges geschrieben worden und auch im Netz war Bewegung: resetthenet hieß der Aufruf. Ein Kernstück dieses aktivistischen Zugangs sind wiederum Empfehlungen sicherer Anwendungen für die verschiedenen Betriebssysteme. Darüber hinaus gehen zwei Beiträge mit Überlegungen aus dem Umfeld der RLS: Norbert Schepers wünscht sich zum ersten Jahrestag des Beginns der Snowden-Enthüllungen ein großes politisches Bündnis: “Warum wir eine politische Agenda gegen die Totalüberwachung brauchen” und Susanne Lang bilanziert “das Ende des Internets, wie wir es kennen” im ak.

 

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1991 gründete sich anlässlich des ersten Irakkrieges in Italien un ponte per und hat seitdem mit vielen zivilgesellschaftlichen Organisationen – vor allem im Nahen Osten und Serbien – zur Konfliktvermeidung und -Lösung zusammengearbeitet. Un ponte per ist mit dem Weltsozialforumsprozess gewachsen und vermittelt den Austausch zwischen verschiedenen Kulturen, Sprachen, Religionen und Traditionen und ist Teil der italienischen Friedensbewegung. Mit Florent Schaeffer, der im Auftrag von un ponte per letzte Woche in Tunis eine Konferenz zur Verteidigung der Presse- und Meinungsfreiheit in Nordafrika organisiert hat, führte Andrea Plöger, Medienaktivistin/ Wissenschaftlerin Weltforum der Freien Medien, ein Interview (ein Interview auf Französisch während der Konferenz findet sich auf World Social Forum TV). Die Konferenz lief unter dem Namen „Promoting and Defending Freedom of Expression“ und in Zusammenarbeit mit marokkanischen, tunesischen, irakischen, ägyptischen und den internationalen Netzwerken für freie Medien und Kommunikationsrechte des Weltforums der Freien Medien. Interview lesen

Der Bitcoin (BTC) ist die derzeit populärste Kryptowährung. Eine Kryptowährung ist eine digitale Währung, die auf Verschlüsselungstechnik basiert. Den Anstoß zur Entwicklung von Kryptowährungen lieferten Unbehagen an und Kritik der herkömmlichen Geldtypen (vgl. Degens 2012; zur Kritik an Teilen dieser Kritik vgl. Altvater 2011). So garantiert in Kryptowährungen nicht ein Staat und in letzter Instanz dessen Gewaltapparate das Vertrauen, sondern die Naturgesetzlichkeit der mathematischen Gesetze, die in der Kryptographie zum Einsatz kommen. Der dem Bitcoin zugrunde liegende kryptographische Algorithmus wurde 2009 in einer wissenschaftlichen Publikation veröffentlicht (Nakamoto 2008, 2009), seine Architektur und die Quellcodes der wichtigsten Clients[1] (Wallets: Geldbeutel-Programme, dazu mehr in Teil II) sind Open Source, d.h. alle mit entsprechendem Know-How können die Umsetzung des Algorithmus auf Fehler prüfen und verbessern (vgl. Nuss 2006). Weiterlesen

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