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GEMA-Graffiti

Foto: xmx 2, Flickr (CC-by-nc-nd)

Netz für alle – Talk

Die gesellschaftlichen Auseinandersetzungen um das Urheberrecht drehen sich immer öfter auch um die Verwertungsgesellschaften. Nutzer sind frustriert, weil Videos auf YouTube gesperrt sind, die Clubs klagen über eine angeblich existenzbedrohende Tarifreform. Urheberinnen und Urheber aber nehmen die GEMA und andere Verwertungsgesellschaften in Schutz: als legitime Interessenvertretung von Komponisten, Textdichtern, Journalistinnen und Autorinnen, die mit ihrer Arbeit Geld verdienen wollen. Zugleich plant die Europäische Kommission eine Reform, die die Verwertungsgesellschaften zu mehr Transparenz verpflichten will.

Wo stehen Verwertungsgesellschaften Anfang des 21. Jahrhunderts? Für wen sind sie da? Wessen Interessen vertreten sie? Wir laden ein zur Diskussion über die Zukunft der kollektiven Rechtewahrnehmung.

Die Veranstaltung wird live im Internet übertragen. Weiterlesen …

UnlikeUsReaderThe Unlike Us Reader (view|download pdf) offers a critical examination of social media, bringing together theoretical essays, personal discussions, and artistic manifestos. How can we understand the social media we use everyday, or consciously choose not to use? We know very well that monopolies control social media, but what are the alternatives? While Facebook continues to increase its user population and combines loose privacy restrictions with control over data, many researchers, programmers, and activists turn towards designing a decentralized future. Through understanding the big networks from within, be it by philosophy or art, new perspectives emerge. Read more

Dass sich vor unser aller Augen eine dramatische Veränderung vollzieht, zeigen schon die Anglizismen, die sich in unserer Sprache eingenistet haben: Wir mailen, googeln, skypen und twittern. Die digitale Revolution, so die These von Mercedes Bunz, könnte ebenso dramatische Folgen haben wie die industrielle im 19. Jahrhundert. Denn ähnlich wie die Maschinen damals die Tätigkeit der Arbeiter veränderten, transformieren nun die Algorithmen den professionellen Alltag der Mittelschicht. Zudem schaffen sie eine neue digitale Öffentlichkeit und verändern grundlegend, wie wir uns als Masse versammeln. Zum Videovortrag von Mercedes Bunz

betatextbetatext heißt das Tool und ist sowas wie die grüne Antwort auf Liquid Feedback, womit die Piraten seit einiger Zeit die Demokratie verflüssigen. Entwickelt wurde betatext als add-on für das Content Management System typo3 von der Agentur wegewerk im Auftrag der grünen Bundestagsfraktion. Die Grünen machen Ernst mit Open Source und stellen das tool online zum Download und zur Weiterentwicklung. Die Lizenz-Anmerkung kombiniert (c) und GPL. Weiterlesen …

Common Crawl is an attempt to create an open and accessible crawl of the web”: Ein “Crawl” ist das Ergebnis der automatischen Durchforstung und Analyse des Internet. Common Crawl macht Dutzende Terabyte solcher Indexdaten frei zugänglich für die Auswertung durch alle und jede_n. Ein Datenberg wie der, den Google schürft, um seine Milliarden zu machen – frei zugänglich. “The Common Crawl Foundation’s goals are to facilitate broad access to the crawl, and not to monetize the crawl. Thus, we provide unrestricted access to our crawl buckets.” Nicht nur Suchmaschinen setzen auf solchen Datenbergen auf, sondern auch die statistische Beantwortung soziologischer und polit-ökonomischer Fragestellungen.

Heise.de über den “Jahresrückblick Netzpolitik: Das Netz 2012” aus dem Verlag “iRights.media“:

Das Buch spiegelt wieder, wie die Piraten den Politikbetrieb aufmischen, die Inhalteindustrie um neue Geschäftsmodelle ringt oder Kino.to, Megaupload und Abmahnungen die Bürger spalten. Gastautoren behandeln Themen wie die Zukunft des Journalismus, Open Data oder Überwachungssoftware in autoritären Regimen. Nicht fehlen dürfen Betrachtungen etwa zum Dauerstreit um die Vorratsdatenspeicherung, über den “Kontrollverlust” bei den klassischen Medien oder Ideen für die künftige Regulierung kreativer Güter. Mehr lesen

Netzpolitisches Grundlagen-Know-How in der Popkultur-Fachzeitschrift SPEX:

Heute schon gesurft? Facebook, Google, Spotify? Wenn wir vom Internet reden, meinen die meisten von uns eine von Konzernen gesteuerte, werbeoptimierte Welt der benutzerfreundlichen Oberflächen. Ganz anders das sogenannte Darknet: Eine Ansammlung nicht googel­- oder zensierbarer Netzwerke, in denen Drogenhandel, Prostitu­tion und Waffengeschäfte florieren, die aber auch eine entscheidende Rolle bei der Organisation des Widerstandes im Arabischen Frühling spielten.

Mehr lesen in Into the Deep Wide Open. Unterwegs im Darknet von Michael Seemann

Vorwahlkampf in Bayern: Telepolis und die Bayerische Amerika-Akademie im Gespräch mit Parteienvertretern über Themen der Internetpolitik von der Überwachung über Copyright und Cyberkriminalität bis zu virtuellen Bürgerrechten. Weiterlesen …

Plattformneutralität ist einer der Kampfbegriff der Netizens. So wie das Konzept der “Nachhaltigkeit”, das die Grünen aus dem Kontext von Ressourcen- und Umweltfragen in die Politik trugen, aber dann auf alle möglichen Politikfelder ausweiteten, tragen derzeit die Piraten das Konzept aus der Programmiertechnik in die Politik und weiten es – weit über die technisch abgegrenzte Netzneutralität hinaus – auf alle Systeme des Informationsaustauschs aus. ctrl+verlust weist in einer lesenswerten Begriffsklärung darauf hin, dass ebenso

wie aus dem Nachhaltigkeitskonzept lassen sich aus der Plattformneutralität politische Forderungen generieren: beispielsweise nach Grundeinkommen (ökonomische Möglichkeit der gesellschaftlichen Teilhabe), stärkeres Trennen von Kirche und Staat (Ende der Bevorzugung christlicher Datenpakete) oder der Kampf gegen Diskriminierung von bestimmten Bevölkerungsteilen.

Allerdings ist das Konzept noch nicht – ebensowenig wie das der Nachhaltigkeit – per se transformatorisch im Sinne einer Gesellschaftsveränderung nicht nur im sondern über den Kapitalismus hinaus. Vielleicht ist das einer der Gründe dafür, dass sich noch niemand daran getraut hat, einen Wikipedia-Artikel zum Thema aufzusetzen…

Felix Stalder hat unserer Konferenz gleich zu Beginn ein echtes Highlight beschert. Seine Keynote “Digitale Solidarität” ist in den vergangenen Wochen an verschiedensten Stellen weitergereicht und diskutiert worden (bspw. hier). Das Manuskript hatten wir bereits am Konferenztag veröffentlicht. Es folgt nun die Aufzeichnung seines Vortrags in Bild und Ton:

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